Review 3. Cashflow mit Immobilien - Treffen vom 05.05.2017

Wie bereits in den Jahren zuvor trafen sich auch dieses Mal interessierte Investoren im Mai um beim 3. Cashflow mit Immobilien - Treffen zu fachsimpeln und sich bei einem lockeren Rahmenprogramm näher kennenzulernen und sich auszutauschen.

 

Beim letzten Treffen ging die Tendenz schon dazu, sich einen neuen Ausrichtungsort zu suchen und welche Stadt böte sich da besser an als die Boomtown Leipzig!

 

Das Rahmenprogramm war dabei so gestaltet, dass wir uns gegen 13 Uhr bei einem Bauträger trafen und dort als Einstimmung bei Kaffee und Kuchen einen kleinen Abriss über Leipzig genossen und sich die Teilnehmer untereinander ins Gespräch kamen. Wobei sich ein Teil bereits aus vorherigen Treffen bekannt war.

 

Die Ausführungen von Herrn Wüstner, der sich dankenswerter Weise von Bauträgerseite (RMC aus Bad Abbach) zur Verfügung stellte, konnten dabei teilweise durch einen weiteren Leipziger und Teilnehmer des Treffens ergänzt werden, so dass die Geschichte und aber auch der Fortschritt der Stadt sehr leicht zu greifen waren...

 

Der nächste Programmpunkt des "Stammtisches" führte schließlich nach draußen in die Stadt, genauer zu bzw. in drei Denkmalschutzbauten.

 

Das Highlight dürfte dabei gleich das erste Denkmal, eine Ruine, gewesen sein. Ein Objekt das wahrscheinlich fast alle Leipziger und bestimmt auch ein paar Nicht-Leipziger kennen:

 

Das ehemalige Hotel Bayrischer Hof in der Innenstadt und in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof. Das Hotel wurde 1888 erbaut und erfuhr nach der Wende seinen Niedergang. Tiefpunkt war ein Brand des Dachstuhls des bereits leerstehenden Gebäudes im Jahr 2011. Ab diesem Zeitpunkt war der Dachstuhl offen und die Zersetzung des Gebäudes schritt umso schneller voran.

 

Wenn man das Gebäude betritt und durch die leeren Hallen und die leeren Zimmer wandelt, kann man sich kaum vorstellen, dass hier einst reger Betrieb herrschte und das Hotel aufgrund der exponierten Lage ein gern genutzter Anlaufpunkt in Leipzig war.

 

Neben den Schäden des Dachstuhlbrandes und einfach der Zeit, trug auch Vandalismus sein Übriges zum Verfall des Gebäudes bei. Ich kenne das Objekt noch von vor ca. einem halben Jahr, als es frisch im Programm noch voll von Unrat, ausgelaufenen Batteriegeneratoren und sogar noch herrenlosen Koffern war. Immerhin war bei unserem Besuch ein Großteil dieser Hinterlassenschaften bereits beseitigt.

 

Und umso schöner ist es zu wissen, dass das Gebäude bereits an finanzstarke Investoren verkauft werden konnte und die Arbeiten zur Wiederherstellung dieses Einzeldenkmals begonnen haben.

 

Im nächsten Schritt konnten wir ein Gründerzeithaus in Schönefeld in Augenschein nehmen, das bereits zu ca. 80 % fertig saniert war. Hier wurde auch deutlich an wie vielen "Fronten" gerabeitet wird und warum die Kernsanierung zum großen Teil aufwendiger - und auch etwas teurer - als ein Neubau auf freiem Feld ist. Aber dafür winkt auch die Denkmal-AfA.

 

Als drittes und letztes Objekt stand ein vor kurzem fertiggestelltes Haus aus der Jahrhundertwende um 1900 im Stadtteil Volkmarsdorf auf dem Programm. Bis vor einiger Zeit war die dort durchführende Eisenbahnstraße als kriminellste Straße Deutschlands verrufen und nach wie vor finden sich negative Meldungen in der Presse.

 

Nicht aber erst seit dem Sonderteil in der aktuellen Capital ist bekannt, dass dort in den letzten Jahren eine starke Umwälzung stattgefunden hat und immer noch stattfindet. Ein saniertes Gründerzeithaus neben dem anderen lockt ein gut durchmischtes Klientel wie seinerzeit das Glockenbachviertel in München an. Wohl dem, der hier noch etwas bezahlbares gefunden hat.

 

Neben dem Einblick in die Geschichte von Leipzig und den dortigen Markt profitierten wir mit Sicherheit alle von der entspannten Atmosphäre und dem gegenseitigen Erfahrungsaustausch. Zwei der Teilnehmer haben mögliche Investitionen in der Zukunft vor Augen, die restlichen sieben haben bereits in der Vergangenheit profitabel investiert. Im weiteren Fortgang mit Plaudereien bei einer Tasse Kaffee und letztendlich Speis und Trank am Abend in der Trattoria Dolce Vita im Barfußgässchen wurden eigene Ansichten und Investments nochmals in lockerer Atmosphäre diskutiert. Gerüchteweise soll zu später Stunde auch eine Cocktailbar noch Umsatz mit ein paar Individuen erwirtschaftet haben, aber mehr gibt es hierzu nicht zu schreiben.

 

Auch die lokale Zusammensetzung soll noch Erwähnung finden: mit Anreisen aus München, Regensburg, Kufstein, Prag, Schwandorf, Halle, Leipzig und Chemnitz war sie durchaus als nicht alltäglich zu bezeichnen. Dabei Vielen Dank Michael, Dominik, Waldemar, Felix, Max, Alex, Sven und Mario für´s Kommen und die angenehme Zeit. Anregungen für die Örtlichkeit nächstes Jahr werden noch angenommen. Wobei München natürlich schon auch wieder schön wäre...

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Sven (Donnerstag, 18 Mai 2017 15:29)

    hey, sehr interessante Seite.
    Was für mich noch nicht ganz ersichtlich ist, wieviel Einnahmen hast du ca. monatlich vor und nach Steuern. Auf der Renditeobjekt-Seite steht bei nach Steuern nur etwas von 2012 und im Minus?
    Möchte auch ganz gerne anfangen, nur bin verunsichert wegen all den negativen Sachen über Immobilien die man hört, wie zB. das nach Steuern immer negativer cashflow vorherrscht.


    LG Sven

  • #2

    Christian - Admin (Donnerstag, 18 Mai 2017 16:20)

    Hallo Sven,
    danke für den Hinweis. Die Übersichtssektion sollte ich wieder up-to-date bringen. Bei den Häusern in Thüringen ist bereits ein Abschlag für Instandhaltung und Steuern miteingerechnet. Das werde ich alles auf einen Nenner bringen und insbesondere die Steuer für 2013 - 2015 noch veröffentlichen. Die Nachzahlungen waren zum Teil erheblich und daher sollte man die Steuer immer auf dem Schirm haben.