Sanierung MFH in Leipzig - 1. Update

Am 04.05. war ich wieder bei unserem Haus in Leipzig, immerhin ca. 400 km von meinem Wohnort entfernt, und konnte den Fortgang der Sanierung in Augenschein nehmen, sowie mich mit dem Generalunternehmer (und gleichzeitig ehemaligen Eigentümer) weiter absprechen.

 

Die Sanierungsarbeiten gliedern sich, wie bereits in einem vorherigen Beitrag und auch in einem Video erwähnt, vorrangig in drei Bereiche:

 

1) Herstellung einer Wohnung im bereits entkernt übernommenen EG (der aufwendigste Part)

2) Errichtung einer Balkonanlage

3) Rekonstruktion des Treppenhauses

 

Im Folgenden wird der Fortgang dieser Teilsanierungsbereiche mit all seinen Begleiterscheinungen beschrieben.

 

Unser Budget mit eingebautem Puffer betrug / beträgt dabei 100.000 Euro. Ob dieses Budget gänzlich eingehalten werden kann, ist zum jetzigen Zeitpunkt leider noch nicht gänzlich abzuschätzen, wobei auch eine Überschreitung in gravierendem Maße kein wahrscheinliches Szenario ist.

 

Warum es noch nicht gänzlich zu beurteilen ist? Lest selbst....

1) Erdgeschoß - veranschlagte Sanierungskosten: 50.000 Euro (brutto)

 

Ein absoluter Pluspunkt an dem Invest war und ist die Tatsache, dass der ehemalige Eigentümer mit seiner Firma als Generalunternhmer die Wohnung im Erdgeschoß herstellt. Die Herstellung erfolgt dabei zu einem Festpreis und da ich die anderen Wohnungen im Haus und deren Qualitätsstandart kenne, sind hier keine unliebsamen Überraschungen bei der Ausführung / Qualität zu befürchten.

 

Der Bezugstermin musste zwar von 01.06.17 auf 01.07.17 verschoben werden, da nicht alle Handwerker in den vorhergesehenen Zeiträumen zu Verfügung standen, aber ein Monat Verzug geht völlig in Ordnung. Der 01.07.17 wiederum ist verpflichtend, da ein Mietvertrag zu diesem Datum bereits abgeschlossen ist.

 

Der Grundriss gehört nochmals geringfügig abgeändert, da in der Frontfassade ein weiterer Stahlträger aufgetaucht ist und dieser merklich die Anordnung der Fenster und dadurch auch die Abteilung der Zimmer bestimmt. Im Übrigen bekommt die Frontfassade ein gänzlich anderes Bild, da die ehemalige Gewerbeeinheit, ein Laden mit Eingangstür zur Straße raus, in Wohnraum umgewidmet wurde und der Zugang nun über Hof bzw. Gebäuderückseite erfolgt.

 

Vom zuständigen Denkmalpfleger wurde die neue Fensteranordnung ebenfalls abgesegnet, so dass hier auch alles im grünen Bereich ist.

 

Es sieht aktuell alles noch etwas krude aus, aber in ein 2-3 Wochen wird das Bild strukturierter sein, wenn die meisten Grundarbeiten, wie die Herstellung der Frontfassade, beendet sind und die einzelnen Gewerke abgearbeitet werden können.

 

2) Balkonanlage - veranschlagte Sanierungskosten: 25.000 Euro (brutto)

 

Hier habe ich mich an einem Angebot orientiert, das dem Verkäufer bereits vor einiger Zeit vorlag, mit entsprechendem Sicherheitsaufschlag. Leider ist die Firma aufgrund altersbedingten Ausscheidens des (ehemaligen) Eigentümers und Geschäftsführers so nicht mehr existent und der Nachfolger ist mit diesem Budget-Rahmen (noch) nicht ganz vereinbar.

 

Unterdessen tat sich noch eine weitere Möglichkeit auf, nämlich die Balkone als soziales Projekt über die Diakonie herstellen / anbringen zu lassen. So weit so interessant und die Verhandlungen / Abstimmungen waren auch bereits fortgeschritten und die Zusage nur noch eine Formalie... bis... naja... bis sich herausstellte, dass sich das Angebot der Diakonie trotz anders lautender Anfrage lediglich auf eine Seite der Balkonanlage bezog (3 statt 6 Balkone). Und letztendlich das Budget um mehr als das doppelte als veranschlagt beansprucht bzw. gar gesprengt hätte. Das hatte ich mir auch in meine Richtung etwas sozialer vorgestellt...

 

Nichtsdestotrotz stehen noch zwei weitere Angebote über bekannte Firmen der baubegleitenden Architektin aus und ich bin nach wie vor zuversichtlich, dass der Rahmen zumindest im Groben eingehalten werden kann.

 

3) Rekonstruktion des Treppenhauses - veranschlagte Sanierungskosten: 15.000 Euro (brutto)

 

 

Hier befinden wir uns beim kleinen Sorgenkind des ganzen Unterfangens. Der veranschlagte Rahmen wurde seiner Zeit dem Verkäufer genannt und nach unserem Kauf von einer Restaurateurin im Gespräch bestätigt. Leider erwies sich das schriftliche Angebot weitaus teurer, so dass auch hier weiterhin noch keine Vergabe erfolgt ist.

 

Eine Vorbefundung lag bereits vor, ein annehmbares Angebote für eine komplette Befundung liegt auf meinen Schreibtisch und nächste Woche sollte noch eines eingehen. Erst nach der Befundung können mit dem Denkmalpfleger nochmals die konkreten Schritte und Anforderungen durchgegangen und eventuell geringfügig verhandet werden. Die Vergabe zumindest der Befundung ist für nächste Woche geplant.

 

Ich denke, dass bei diesem Posten der Puffer bei der Sanierungskostenfinanzierung ordentlich in Mitleidenschaft gezogen werden könnte. Aber dafür wurde er auch schließlich geschaffen.

 

 

Das positive an dieser Postition ist, dass die Arbeiten im Treppenhaus und der Hofdurchfahrt auch im Winter vorgenommen werden können und dadurch weniger zeitlicher Druck herrscht. Soll aber die gänzliche Denkmalabschreibung für 2017 in Anspruch genommen werden können, sollte die Fertigstellung in 2017 erfolgen.

 

Ihr seht: es bleibt spannend :-)

 

 

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